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Was kostet ein Zimmerer pro Stunde? (2026)

Was ein Zimmerer pro Stunde kostet, gehört zu den meistgestellten Preisfragen in Deutschland, und die Antwort steht selten irgendwo mit einer Herleitung dabei. Unten stehen der gemessene Marktdurchschnitt, die Spanne, in der die meisten Sätze liegen, und woran das Geld in Ihrem Angebot tatsächlich hängt.

WasBetragQuelle
Marktüblicher Stundenverrechnungssatz66,00 € pro StundenettoNegoti8 Stundensatz-Messung, August 2026
Übliche Spanne50,40 € bis 80,00 € pro StundenettoNegoti8 Stundensatz-Messung, August 2026
Derselbe Satz inklusive 19% MwSt78,54 € pro Stundewas Privatkunden zahlenNegoti8 Stundensatz-Messung, August 2026
Worauf das gemessen ist7 Sätzeverteilt auf 3 QuellenNegoti8 Stundensatz-Messung, August 2026

Was dabei zu beachten ist

  • ·Das sind veröffentlichte Angebotspreise, keine nach Verhandlung gezahlten Preise. Was am Ende auf der Rechnung steht, liegt in der Praxis darunter.
  • ·Die Beträge sind netto, sofern nichts anderes danebensteht. Für Privatkunden kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer hinzu.
  • ·Ein Stundensatz ist nicht der Preis Ihrer Arbeit. Stunden mal Satz plus Material plus Aufschlag ist es, und die ersten beiden sind die Positionen, in denen sich Angebote am stärksten unterscheiden.
  • ·Notdienst-, Wochenend- und Schwarzarbeitssätze sind nicht eingerechnet. Vergleichen Sie eine Notdienstrechnung also nicht direkt mit dieser Spanne.
  • ·Regionale Unterschiede sind real: in Ballungsräumen liegen die Sätze über dem Bundesschnitt, auf dem Land darunter, dafür fällt mehr Anfahrt an. Diese Messung weist noch nicht nach Bundesland aus.

Was steckt in diesem Stundensatz?

Zimmererarbeit ist Tragwerk, nicht Ausbau. Der Stundensatz gilt für die Arbeit am Holzbau; Gerüst, Kran und die statische Berechnung sind eigene Positionen, und zusammen sind sie oft größer als die reine Arbeitszeit.

Stundenlohn oder Stundenverrechnungssatz?

Das Wort Stundenlohn meint im Netz zwei völlig verschiedene Zahlen. Der Stundenverrechnungssatz ist das, was Ihnen als Kundin oder Kunde in Rechnung gestellt wird. Der Bruttostundenlohn ist das, was der Beschäftigte davon verdient, und der liegt je nach Gewerk und Qualifikation zwischen 15 und 25 Euro.

Der Unterschied ist keine Marge. Im Verrechnungssatz stecken Lohnnebenkosten, Fahrzeuge, Werkzeug, Ausbildung, Verwaltung, Gewährleistung und unproduktive Zeiten. Wer den Lohn als Maßstab für ein Angebot nimmt, hält jedes seriöse Angebot für überteuert.

Die Zahlen auf dieser Seite sind Verrechnungssätze, also die Kundenseite. Lohnangaben wurden bei der Messung erkannt und aussortiert.

Warum die Sätze so weit auseinanderliegen

Ein Dachstuhl wird als Pauschale angeboten, eine Reparatur nach Stunden. Der Stundensatz sagt deshalb bei Instandsetzung am meisten aus und bei einem Neubau am wenigsten.

Die Hälfte der gemessenen Sätze liegt zwischen 50,40 € und 80,00 €. Liegt Ihr Angebot außerhalb, ist das für sich genommen kein Beweis, aber ein Grund zu fragen, woher der Unterschied kommt.

Vom Stundensatz zum Preis Ihrer Arbeit

Fragen Sie bei einer Pauschale nach den enthaltenen Arbeitsstunden. Ohne diese Zahl bleibt als Kontrolle nur ein zweites Angebot, und das kostet eine Woche.

So prüfen Sie Ihr Angebot

Ein Marktdurchschnitt ist ein Ausgangspunkt und kein Urteil. Die Frage ist nicht, ob der Satz für einen Zimmerer hoch ist, sondern ob er hoch ist für das, was in Ihrem Angebot steht: die kalkulierten Stunden, das Material und der Aufschlag darauf.

Bei Negoti8 laden Sie das Angebot hoch und bekommen Position für Position zurück, wie es sich zu unseren Messwerten verhält, dazu ein Gegenangebot zum Versenden. Das erste Angebot ist kostenlos und ein Konto brauchen Sie dafür nicht.

Wie wir das gemessen haben

Für dieses Gewerk wurden 7 veröffentlichte Sätze auf 3 verschiedenen Seiten erfasst: clean-invoice.com, handwerk-digitalisieren.de, handwerk.cloud. Je Domain wurde der Median gebildet und danach der Median über die Domains, damit eine einzelne Seite mit vielen Unterseiten den Durchschnitt nicht bestimmen kann.

Alle Beträge sind auf netto zurückgerechnet, weil die Quellen zwischen netto und brutto wechseln und ein gemischter Median 19 Prozent danebenliegt. Notdienst- und Schwarzarbeitssätze sind ausgeschlossen, ebenso Angaben, die in Wahrheit Löhne sind. Was übrig bleibt, sind veröffentlichte Angebotspreise: was Betriebe angeben zu berechnen, nicht was nach Verhandlung gezahlt wurde.

Quellen

  1. Negoti8 Stundensatz-Messung, August 2026, gemessen August 2026 (400 Saetze ueber 24 Domains, verteilt auf 15 Gewerke)Veroeffentlichte Stundenverrechnungssaetze deutscher Preis- und Portalseiten, normalisiert auf netto und je Gewerk als Median ueber Domains zusammengefasst. Also was Betriebe angeben zu berechnen, nicht was nach Verhandlung gezahlt wurde. Loehne, Notdienst- und Schwarzarbeitssaetze sind ausgeschlossen.

Zuletzt aktualisiert: 2026-08-31

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