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2. August 2026·5 Min. Lesezeit

Marketingagentur-Angebot prüfen: Stimmt der Tarif?

Du hast ein Angebot einer Marketingagentur vorliegen: ein monatlicher Betrag, ein paar Stunden, eine Management-Fee zusätzlich zu deinem Werbebudget. Für die meisten Unternehmer ist das schwerer zu beurteilen als ein Handwerkerangebot, es gibt keinen festen 'Preis pro m²' und das Ergebnis (mehr Kunden, mehr Umsatz) lässt sich kaum direkt auf die Rechnung zurückführen. So findest du trotzdem heraus, ob der Tarif angemessen ist.

Warum Marketingagentur-Angebote schwer zu beurteilen sind

Ein Angebot mischt oft Stundensatz, feste Retainer-Gebühr und einen Prozentsatz deines Werbebudgets (Management-Fee). Ohne Erfahrung ist unklar, welcher Teil normal ist und welche Teile zusammen eine doppelte Vergütung für dieselbe Arbeit ergeben.

Hinzu kommt, dass 'Strategiestunden' und 'Abstimmung' oft vage beschriebene Posten sind, anders als bei einem Handwerkerangebot siehst du nicht konkret, was für diese Stunden geliefert wird.

Normale Tarife und Struktur

Ein freiberuflicher Marketer verlangt meist €50–€100 pro Stunde, eine Agentur €75–€150 pro Stunde (höhere Gemeinkosten, mehr Spezialisten). Eine Management-Fee auf das Werbebudget liegt üblicherweise bei 10–20% der Ausgaben, bei einem Budget von €5.000/Monat ist eine Fee von €500–€1.000 normal, deutlich mehr ist ein Signal.

Retainer (fester monatlicher Betrag für eine feste Stundenzahl) liegen für ein kleines Unternehmen mit begrenztem Umfang (z.B. nur Social Media oder nur SEA) meist bei €1.000–€2.500/Monat, kleinere Agenturen verlangen manchmal weniger, große Full-Service-Agenturen €5.000+.

Warnsignale in einem Marketingagentur-Angebot

Achte auf: eine 12-Monats-Vertragslaufzeit ohne vorzeitige Kündigungsmöglichkeit, keine konkreten Reporting-Vereinbarungen (wie oft, welche Kennzahlen), und KPIs, die vage bleiben ('mehr Sichtbarkeit' statt eines konkreten, messbaren Ziels).

Ebenfalls auffällig: Wenn die Agentur sowohl die Stunden als auch die Werbekosten ohne klare Trennung abrechnet, kannst du nicht prüfen, ob du doppelt für denselben Aufwand zahlst.

Wie du prüfst, ob der Tarif marktüblich ist

Fordere immer eine Aufschlüsselung: Stundensatz, Stundenzahl pro Monat, Management-Fee-Prozentsatz und was konkret dafür geliefert wird. Vergleiche das vor der Unterschrift mit den obigen Spannen.

Negoti8 kann auch ein Marketingagentur-Angebot scannen: Lade es hoch, und die KI vergleicht die genannten Tarife und die Management-Fee mit aktuellen Marktdaten, in 30 Sekunden weißt du, ob etwas abweicht.

Wie viel Verhandlungsspielraum gibt es

Die Management-Fee lässt sich meist am leichtesten verhandeln, bitte um einen niedrigeren Prozentsatz, wenn das Werbebudget wächst (z.B. 15% bis €5.000, darüber 10%). Auch eine kürzere Kündigungsfrist (1–3 statt 12 Monate) ist oft verhandelbar, ohne dass die Agentur abspringt.

Agenturen, die neu sind oder eine Kapazitätslücke haben, sind oft flexibler als etablierte Agenturen mit Warteliste, frag einfach nach.

Ein Marketingagentur-Angebot wirkt undurchsichtig, aber seine Struktur, Stundensatz, Management-Fee, Retainer, lässt sich genauso gut mit Marktdaten prüfen wie ein Handwerkerangebot. Der Unterschied ist, dass es fast niemand tut, weshalb Agenturen manchmal damit durchkommen, über dem Markt zu liegen.

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